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Sieben Fragen an Kristien Weidenmann

Ihre Arbeit begeistert sie ebenso wie ihr engagiertes Team. Zum Auftakt unserer Interview-Reihe beantwortet Kristien Weidenmann von der Lufthansa School of Business Fragen zu Führung, Teamarbeit und ihrer ganz persönlichen Vorstellung von Erfolg.

Frau Weidenmann, wenn Sie nur einen Koffer hätten für Ihren ganzen Besitz, was würden Sie hineinpacken?
Insbesondere Fotos und die eine oder andere Erinnerung mit einem besonderen persönlichen Wert.

Was lieben Sie an Ihrer Arbeit?
Einerseits liebe ich an meiner Arbeit ihre Komplexität! Hier insbesondere die immer neuen Herausforderungen im Umgang mit Change Management und bei der Steuerung von strategischen Transformationen. Andererseits genieße ich das Arbeiten in einem super engagierten Team.

Welchen Führungsstil pflegen Sie?
Im Moment arbeite ich in einem selbstorganisierten Team, ohne dezidierte Führungsrolle. Je nach Thema, Kompetenz oder Ansprechpartner übernimmt jemand aus unserem Team die Führung. Bei neuen Aufgaben, Anfragen, Teammitgliedern wird immer wieder neu basisdemokratisch entschieden, wer für welches Thema die Führung übernimmt. Wir hatten unsere Lernkurve, aber mittlerweile funktioniert es klasse, macht Spaß und ist sehr effizient. Es benötigt aber ein sehr hohes Maß an Vertrauen, Transparenz und Konsequenz bei allen Beteiligten.

Was war Ihre schwierigste Führungsentscheidung?
Mich selbst im Arbeitsalltag von der klassischen Führungsrolle zu distanzieren und mich an die neuen Regeln unseres „leading without a title-Teams“ zu halten.

Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch lernen?
Die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach für Klavier.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Ich verknüpfe Erfolg nicht so sehr mit den großen Zielen des Lebens, sondern eher mit kleinen Erlebnissen in meinem Alltag: ein Gespräch mit einem Stakeholder, der durch das Gespräch seine Meinung zum Thema Change Management oder Weiterbildung ändert; ein Meeting mit Kollegen, aus dem sich eine richtig gute Lösung entwickelt; ein Klavierstück von Chopin, das sich beim Spielen richtig gut anhört; ein Moelleux au chocolat, der gut gelingt ...

Wem sollen wir diese Fragen als Nächstes stellen?
Susan Derkach, Director HR Learning, adidas Group Human Resources.

Projektleiterin Change Practice & Excellence, Deutsche Lufthansa AG, Lufthansa School of Business